Warum dieser Blog?

„Trennungskinder“ wurde von Dr. Andrea Baumgarten gründet.Die voll berufstätige Tierärztin lebt mit ihren beiden Söhnen, geboren in den Jahren 2000 und 2013, in der Region Hannover.

Für ihren Erstgeborenen hatte sie immer das alleinige Sorgerecht und der Kontakt zu dessen Vater, der 300 km weit entfernt wohnt, gestaltete sich nach kurzen anfänglichen Schwierigkeiten unkompliziert. Nach der Trennung von dem Vater ihres zweiten Sohnes, welcher in 200 km Entfernung lebt, geriet sie in einen Rechtstreit, in welchem er das geteilte Sorgerecht erstritt. Während der dazugehörigen Gespräche mir ihrer Anwältin, dem Mitarbeiter des Jugendamts, des Rechtsbeistandes ihres Sohnes und dem Lesen der Korrespondenz der Anwälte beschlich sie immer mehr das Gefühl, dass es hierbei nicht wirklich um „das Wohl des Kindes“ – in diesem Fall ihres Kindes – ging, sondern vielmehr um die Rechte des Vaters…

Bild: Martin Bullerdiek, Wennigsen 

Natürlich war es in der Vergangenheit so, dass Mütter alle Rechte hatten und die Väter kaum eine Chance bekamen, Rechte an ihren Kindern zu erlangen, sofern die Mutter nicht zustimmte. Das war nicht korrekt! Aber heute ist die Rechtslage offensichtlich genau umgekehrt: solange der Vater nicht alkohol- oder drogenabhängig, gewalttätig oder obdachlos etc. ist, bekommt er das geteilte Sorgerecht zugesprochen, ohne dass die Mutter etwas dagegen tun kann! So geht es aber auch nicht!

Zufällig ergaben sich Gespräche mit inzwischen erwachsenen Kindern über ein „Leben zwischen getrennten Eltern“, die sich im Tenor alle einig waren… Da „ein paar Freunde“ schließlich nicht repräsentativ sind, entstand die Idee zu diesem Blog.

Oft sind die Kinder natürlich zu klein, um die Situation erfassen und eine qualifizierte Meinung kund tun zu können. Aber dass Eltern sich trennen und ab dann Kinder zwischen den Eltern pendeln, in welcher Form nun auch immer, ist ja schließlich nicht neu. Viele dieser „Kinder“ sind inzwischen Teenager oder sogar Erwachsene, die sehr wohl Ihre Empfindungen bei diesem Hin und Her äußern können. Und sie können so auch Stimme für die Kleinen sein.

Es wird dringend Zeit, dass man ihnen zuhört!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.